Mein Abenteuerbuch – 68gradnord

1600ertitel

Kennst du dieses Gefühl – einfach weg zu müssen – wenn der innere mentale Motor nur noch auf Sparflamme läuft und du langsam ausbrennst? Wohin genau spielt da eigentlich keine Rolle – einfach nur weg. Es ist ein Verlangen, was täglich wächst. Ein Herzensmensch befindet sich derzeit in Norwegen, um genau zu sein 68 Grad Nord – tief im Norden Norwegens – eine Work & Travel Erfahrung. Sagen wir so, nicht immer läuft alles nach Plan.

In Deutschland gibt es für ein Problem – eine Lösung. Irgendwo im kalten Nirgendwo ist das jedoch eine andere Sache. Dort kommt man nicht einfach mal so schnell weg. Lange Rede kurzer Sinn – das Flugticket wurde am selben Tag gebucht, Mietwagen ebenso. Ein paar Tage später saß ich mit einem seltsamen Gefühl in der Magengegend im Flieger nach Oslo – Kamera und Drohne im Gepäck. Die Planung für diese abenteuerliche Reise war etwas chaotisch – quasi nicht existent. Ich hatte auf dem Weg kein Hotel gebucht oder anderweitige Vorbereitungen getroffen (von einer warmen Winterjacke und sauberen Unterhosen abgesehen:), aber hey, ein Wolf kommt schon klar. Während dieser Unternehmung wollte ich auch gleich noch 3 Punkte meiner Bucket Liste abchecken: 1. einem Herzensmenschen den Arsch retten 2. Skandinavien besuchen 3. Nordlichter sehen.

Angekommen in Oslo, trennten mich gut 1800km vom Zielort (Bardu). Mein gebuchter Skoda Oktavia war leider nicht mehr verfügbar – aber ich bekam ein kostenfreies Upgrade: einen Toyota Prius Hybrid. Etwas Offtopic an dieser Stelle: Sorry, aber die Asiaten können keine anständigen Autos bauen – alles blinkt und piept und ist einfach unfassbar nervig. Fühlt sich an wie ein Auto aus der Cornflakespackung. Aber es hat mich gut von A nach B gebracht. Back to topic.

Es war ein wirklich abenteuerlicher Roadtrip – der Moment wenn 1735 km auf deinem Navi stehen ist schon etwas deprimierend. Wir reden hier nicht von deutschen Straßen und Autobahnen – sondern von durchgängigen 80er und 90er Zonen, verschneiten Straßen, Schneestürmen und Abschnitten, wo dir 200 km niemand entgegen kommt und du einfach in der Dunkelheit alleine bist. Notiz an mich: Ich werde mich nie wieder über die Straßen in Deutschland beschweren.

Also fuhr ich 3 Tage lang durch die atemberaubende Landschaft Norwegens.tolle LandschaftBäumeund wieder Bäumeund noch mehr BäumeStopp. Warum sah ich dann immer wieder schwedische Schilder? Mein Navi führte mich über Schweden in den Norden, da es wohl die bessere Route ist. Bemerkt habe ich das erst 2 Tage später. Das wird definitiv ein legendärer Lacher bleiben 🙂

Wenn du allein reist, hast du viel Zeit zum Nachdenken. Kein Handy, kein Rechner und soziale Medien nur am Abend checken. Warum fühlte ich mich plötzlich freiso unbeschwert? Eine perfekte Zeit für Selbstreflektion und Entscheidungsfindung.

Nach 3 langen und aufregenden Tagen erreichte ich endlich mein Ziel und wurde mit gebührender Freude empfangen. Ich verbrachte noch einen Tag auf einer Huskyfarm. Höhepunkt war definitiv die Schlittenfahrt mit gut 10 Hunden im Gespann durch den kalten Norden. Anschließend sackte ich meinen Herzensmenschen ein und wir fuhren mehrere Tage entspannt über Norwegens Küste zurück (dieses mal wirklich das richtige Land 🙂 Drohne und Kamera waren dabei. Die kurzen Tage sind etwas gewöhnungsbedürftig, die nur 4-5 Stunden Licht müssen gut genutzt sein. 

Ein wirklich tolles Land, entschleunigte Menschen, fernab vom Stress, kommunikativ und freundlich. Das Essen dort ist überragend gut – hat aber auch seinen Preis. Die Abreise war leider weniger erfreulich. Die Lufthansa hatte leider keine Lust mehr und so hing ich eine Nacht in Oslo fest. 

Der Rückflug war auch ganz entspannt. Oslo -> Copenhagen -> Düsseldorf -> Leipzig   „ok!“ 

Leider konnte ich bei 3 Versuchen keine Nordlichter sehen, wirklich schade, aber das wird nachgeholt, versprochen.    

Genießt die Bilder. Das Video ist noch in der Mache :)

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